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Es werden Posts vom Juli, 2017 angezeigt.

Zusammen gestrandet ...

Manchmal glaubt eine, dass das, was sie grade erlebt, das ganz grosse Kino ist. Dass das nun der Richtige ist, weil sich das Leben mit ihm echt und tief anfühlt. Dass beide gerade daran sind, Schiffbruch mit ihren einzelnen Leben zu erleiden, geht ganz vergessen. Egal. Hautptsache die Emotionen knallen gut rein.

Doch wenn die Trümmer dann alle an Land geschwemmt wurden -- und man mit -- und man sich in der Robinsonade gemeinsam häuslich einrichtet, beginnt nicht das Abenteuer, sondern es endet.

Genau da. Und das Kammerspiel beginnt. Denn dann erkennt man im anderen nur noch eines: den Schiffbrüchigen*.

Wie sind wir nur auf dieser verdammten gottverlassenen Insel gelandet?! 







* Und weil ich nicht so sein will und im Grunde auch nicht so bin; du hast auf immer einen festen Platz in meinem Herzen, schiffbrüchiger Fährmann ... das weisste ...

Die Wildnis in mir (Weiblicher Zyklus, weibliche Kraft)

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Vor einiger Zeit fühlte ich mich wehleidig, melancholisch, ganz ohne Tatkraft und Schwung. Die mentale Kraft brach einfach weg. Zack.

Was mich erschreckt hat und an alte Zeiten erinnert hat: Je mehr ich meinen Willen anstrenge, desto weniger geht.

Es machte mir Mühe, mich diesem Zwang, wie ich ihn empfand, wieder unterzuordenen. Dennoch war es einfach not-wenig in diesem Moment. Nichts anderes ging mehr. Ich musste mich fügen.

Ich bin dann alles langsam angegangen, hab nur wenig zu Hause gemacht und bin stattdessen stundenlang draussen unterwegs gewesen. Das hat gut getan. Zwei Tage darauf bekam ich meine Tage, nach einem kurzen 21 Tage Zyklus.

Erstaunlich wie diese Rhythmen eine prägen. Warum es diesmal so rasch gehen musste, weiss ich nicht.

Aber wieder einmal ist mir bewusst geworden, dass es diese Wildnis in mir gibt, die sich ihren Raum nimmt, in deren Rhythmus ich -- entweder mitschwinge -- oder durch den ich gnadenlos gebeutelt werde, wenn ich in meinem zivilisierten Zustand von…

Schönsein vs. Einzigartig-Sein (Aussehen)

Die letzte Zeit habe ich mich stark mit dem Thema "Schönheit" beschäftigt. Ich habe das Buch von Tine Wittler gelesen: Wer schön sein will, muss reisen. In diesem Buch reist die Autorin nach Mauretanien, dem Land der runden Frauen. Traditionell gilt dort eine dicke Frau als schön, je dicker desto besser.
In Mauretanien führte das Ideal dazu, dass früher bereits kleine Mädchen gemästet wurden, nur damit sie ein gutes Leben im gesellschaftlichen Sinne bekommen würden (Heirat, Familie). Heute ist der Zwang zum Dicksein weniger ausgeprägt, aber latent noch vorhanden. Dicke Männer hingegen, die will niemand.

Dass die maurentanischen Frauen äusserst stark und selbstbewusst sind, das lernt eine in diesem Buch auch, ebenfalls wie reich die mauretanische Kultur ist. Die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall!

Für Tine Wittler wird dies zu einer sehr wichtigen Reise. Ich selber habe viel, sehr viel gelernt durch dieses Buch, es liest sich nur sehr anstrengend, weil es in Tagebuchform …