Frausein, Verletzlichkeit und Image (Frida Kahlo)

Erschaffung eines Image. Ich denke da an die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo (1907 bis 1954), die heute noch für viele Frauen eine Inspiration ist. Kürzlich hatte ich mal einen Bildband aus der Bibilothek ausgeliehen, in dem es um ihre Kleidung geht, das ganze Buch handelte davon.

Vor der Kamera und auf ihren Bildern hat sie sich stets perfekt inszeniert. Was für eine Frau! Eine Stilikone, die auch heute immer wieder zitiert wird. Auch in den Fotostrecken von Modeevents sieht man Fridas Ideen.

Dass sich hinter den inszenierten Fotos dieser Ikone ein zutiefst verletzter und verletztlicher Mensch verbarg, und keinesfalls nur ein Superweib, das geht komplett vergessen. Aus ihrem Werk und anderen Zeugnissen geht es deutlich hervor: Das Leiden, der Schmerz, die Trauer.

Ihre weiten Röcke und die tunikaartigen Gewänder sollten ihre Gebrechen verbergen. Das durch Kinderlähmung kürzere linke Bein und den durch ihren schweren Unfall (als Jugendliche) zerschmetterten Körper (Wirbelsäule, Becken).

Sie war eine Kämpferin. Und sie machte sich durch die Inszenierung ihrerselbst Mut.

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