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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

Frausein, Verletzlichkeit und Image (Frida Kahlo)

Erschaffung eines Image. Ich denke da an die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo (1907 bis 1954), die heute noch für viele Frauen eine Inspiration ist. Kürzlich hatte ich mal einen Bildband aus der Bibilothek ausgeliehen, in dem es um ihre Kleidung geht, das ganze Buch handelte davon.

Vor der Kamera und auf ihren Bildern hat sie sich stets perfekt inszeniert. Was für eine Frau! Eine Stilikone, die auch heute immer wieder zitiert wird. Auch in den Fotostrecken von Modeevents sieht man Fridas Ideen.

Dass sich hinter den inszenierten Fotos dieser Ikone ein zutiefst verletzter und verletztlicher Mensch verbarg, und keinesfalls nur ein Superweib, das geht komplett vergessen. Aus ihrem Werk und anderen Zeugnissen geht es deutlich hervor: Das Leiden, der Schmerz, die Trauer.

Ihre weiten Röcke und die tunikaartigen Gewänder sollten ihre Gebrechen verbergen. Das durch Kinderlähmung kürzere linke Bein und den durch ihren schweren Unfall (als Jugendliche) zerschmetterten Körper (Wirbel…

Der Po von Seite 2

Dass Frauenzeitschriften keine feministischen Zeitschriften sind, ist ja allgemein bekannt. Meine Welt deckt sich nur zu einem sehr geringen Prozentsatz mit diesen Heftchen. Ich lese gerne etwas Promi-Klatsch zwischendurch und schaue mir die Produkte, Accessoires und die Modestrecken an -- um dann bald wieder in meine eigene Welt einzutauchen. Ich identifiziere mich nicht damit und geniesse es doch hin und wieder ...

Was mir mehr zu denken gibt, ist die Alltagskultur abseits der Frauen- und Hochglanzmagazine. Auffällig wie konservativ und suggestiv sexistisch beispielsweise die beiden grossen kostenlosen Schweizer Pendlerzeitungen sind, die allmorgendlich und allabendlich ausliegen.

Da steht dann, wie toll der Knackpo von X. (gross abgebildet im Bikinihöschen) sich erhalten hat, wo doch die gute Frau bereits Mitte dreissig (!) ist -- und wie manche Frau da wohl neidisch darauf ist.

Da gehts nicht nur um die alte Weisheit "Sex sells" (der Po von X.), nein, da wird im subtilen …