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Auf der Suche nach der eigenen Sinnlichkeit

Frau ist schlecht dran, wenn sie ihr Glück von anderen abhängig macht. Das gilt auch für das körperliche und sexuelle Glück. Mein Fazit.
Ich möchte mich weder Moden unterworfen fühlen, noch den Schönheitsidealen eines anderen Menschen. Ich möchte mich in meiner Haut wohl fühlen, ohne Angst vor meiner eigenen Sexualität und Sinnlichkeit zu haben.
Ich mache mich auf die Suche nach einem selbstbestimmten Umgang mit meinem Körper.

Die 50er Jahre lassen grüssen

Gerade erschreckt festgestellt, dass es eine neue Generation junger Frauen gibt, die sich für das sexuelle Glück in ihrer Ehe allein verantwortlich fühlen – und somit auch schuldig fühlen für den Pornokonsum des Liebsten. Das muss ich erstmal sacken lassen. 
Sacken, haha … 
Nach der sexuellen Revolution ist vor der sexuellen Revolution – oder wie?!

Die Schlange schläft

Die Schlange, das ist meine Libido, die seit geraumer Zeit zusammengerollt friedlich am Ende meiner Wirbelsäule schlummert. …Und es stört mich nicht mal! Ich geniesse es sogar. Dieses entspannte Dasein ohne die Hitze von Liebe und Trieben. Es wird einmal wieder anders sein. Ich investiere mich woanders, schraube und baue an meiner Existenz in dieser Welt. Die Schlange schläft, doch ich weiss dass sie da ist – und sie weiss, dass ich da bin. Es ist wie es ist. Wir haben einander.

Alles in allem

Ich finde alles in allem. Im Schönen das Leid, im Schmerz die Schönheit. Im Lachen das Weinen und mitten im Weinen leuchtet mitten aus mir heraus das Licht hervor. Im Schweren fühle ich mich unendlich leicht und jeder Leichtigkeit wohnt eine erdende Schwere inne. So bin ich: Alles in allem.

Alt – nicht kalt!

Bezogen auf die Sinnlichkeit und das Berührtwerden und die Arbeit von Touching Base begegnete mir noch eine andere Gruppe von Menschen, die kaum zu zärtlichen Berührungen kommen, nämlich pflegebedürftige alte Menschen. In der Erzählung von M., einer Pflegefachkraft die in der Langzeitpflege arbeitet, kamen sie vor, diese Menschen, die kaum noch Berührung erfahren. Sie erzählt, dass einer der alten Männer sie immer umarmen will, wenn sie ihn frisch gewindelt hat. Ihr macht das nichts aus. Sie nimmt ihn in den Arm, denn sie hat die Liebe und die nötige Geduld im Umgang mit den alten Menschen. Eine bestimmte alte Frau verteilt dagegen gerne Küsschen …

Wann ist eine Frau eine Frau?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Und ich habe keine Antwort darauf. Doch darüber zu Philosophieren bringt mich dem Geheimnis meiner eigenen Identität näher. Frauengeschichte zu erforschen führt mich zu meiner Kraft. Ich finde es schwer, mich einem Geschlecht langfristig zuzuordnen. Immer ein wenig zwischen den Welten, im Wandel, neben den Konzepten. In erster Linie bin ich mal Mensch. Danach kommt ein Fragezeichen. Auf jeden Fall ist für mich Zeit, einfach mich selbst zu sein.


- - - Nachtrag - - -

Im L-Mag vom Juli/August 2012 fand ich den Satz der politischen Aktivistin und bekennenden Lesbe Hilde Radusch (1903–1994):

"Ich habe mich nie als Frau gefühlt, aber frage mich nicht, als was sonst."

Diese Tage ..

Dark Side Of The Moon
Eine erfolgreiche Woche hinter mich gebracht, in der wirklich alles enthalten war: Von absoluten Abgründen bis Höhenflügen. Es passiert mir immer wieder, monatlich wiederkehrend, dass ich mich fühle, als wär ich die Schwester von Mister Jekyll/Hyde … 

Ich empfinde in diesen Momenten Verzweiflung, Wut, Hass oder gleich eine totale emotionale Leere. Es ist dann so viel angestaute Lebensenergie in mir. Die zivilisierte Hülle ist weg. In diesen Momenten habe ich das Angst, dass ich den Weg zurück zu den anderen Menschen nie mehr finden werde. Ich verliere das Gefühl für Gemeinschaft, ich will nur noch alleine sein, ertrage kaum jemanden um mich herum: Ich gegen den Rest der Welt. ich bin angriffig, verletzend, sage Dinge die ich hinterher bereue. Nach ein paar Tagen ist der Spuk meist wieder vorbei. Manche nennen es schlicht PMS …

(M)ein Gefühl für mich selbst

Bild
Ich staune, wieviel Abnehmblogs es im Web gibt. Das Gewicht scheint allgemein ein grosses Thema zu sein. Seit ich altersmässig die 30er Grenze geknackt habe und zudem in einem sitzenden Beruf arbeite, ist es für mich auch zu einem Thema geworden. Vielleicht habe ich auch mehr zu Vergleichen begonnen. Habe mich (während der meiner Berufsausbildung) mit Frauen verglichen, die 10 Jahre jünger sind als ich. Trotzdem will ich nicht übers Abnehmen schreiben, sondern über den Körper.
Viel mehr als für die überflüssigen Pfunde – interessiere ich mich für mein Körpergefühl.



Obwohl unsportlich, war ich immer recht wohl in meiner Haut. Will heissen, ich habe mir nicht viel Gedanken über meinen Körper gemacht, wir kamen zusammen aus. Sinnlichkeit liegt in meiner Natur, nicht in meiner Absicht. Das postive Gefühl für meinen Körper hat sich mit einer negativen Männergeschichte und dem Einstieg ins Berufsleben geändert. Der sitzende Lebensstil schränkt die Bewegung und die sinnliche Erfahrung ein. D…

Die Arbeit von Touching Base

Berühren und berührt werden 
 Im April lief ein Film im Schweizer Fernsehen, der mich sehr beeindruckt hat. (Er ist leider nicht mehr online verfügbar und ich fand auch keine Wiederholung).

Es ging um die Arbeit von Rachel Wotton, einer australischen Sexworkerin. Sie arbeitet ganz legal und unter anderem mit behinderten Menschen. Ihr Plädoyer, dass jeder Mensch das Recht auf Berührung und Sexualität hat, ist überzeugend. Sie ist Mitbegründerin einer Agentur, Touching Base, die Sexworker und behinderte Kunden zusammenführt. Teilweise sass ich mit roten Ohren da und ein andermal liefen mir die Tränen runter.

Rachel Wotton ist eine starke Frau mit einer grossen Vision und alles andere als ein ausgebeutetes Subjekt. Sie strahlt viel soviel Lebensfreude, Kraft und Sicherheit aus. Ich ertappe mich beim Gedanken: Es gibt also glückliche Huren!

Die Powerfrau
Rachel Wotton

Der Film im englischen Original
The Scarlet Road

Die Agentur
Touching Base

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Nachtrag vom 23.8.2014
Und hier noch der Li…

Widersprüchlich beginnen

Kali und Boudoir?!?

Das muss nicht passen, denn das soll es auch gar nicht.
Unangepasst, widersprüchlich und irritierend soll es sein und bleiben!

Anne/Planet112